Wir suchen Verstärkung! Werkstudent/in Content Development bei perspektive3

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

8. Juli 2014

In meinem letzten Blogartikel habe ich über mein persönliches System für den Umgang mit Wissen und Informationen berichtet (eine Art Personal Learning Environment) und den Nutzen skizziert, den mir in diesem Kontext die Verwendung eines RSS-Feed-Readers bringt.

Diesmal möchte ich die Gelegenheit ergreifen und ein weiteres Tool vorzustellen, das aus meinem System nicht mehr wegzudenken ist – die Social Media Plattform Pinterest.

Auf Pinterest bin ich vor ca. 2 Jahren gestoßen, als ich nach einer technischen Lösung für eine Art Content Management visueller Inhalte/Daten gesucht habe. Viele der damaligen freien online Tools boten eine strukturierte Ablage von Inhalten an, unabhängig davon, ob es Texte, Bilder oder andere Medien waren. Nur Pinterest bot mir jedoch schon damals und bietet mir bis heute die Möglichkeit, die gespeicherten visuellen Inhalte auf einen Blick wiederzuerkennen und damit auch viel schneller wieder zu finden. Nach dem Anlegen eines Pinterest-Accounts wurde mir jedoch schnell klar, dass dieses Tool viel mehr als Content Management kann und habe das Tool in seiner Vielfältigkeit aus vielen weiteren Gründen schätzen gelernt.

Pinterest ist nicht nur eine virtuelle Pinnwand, die es einem ermöglicht, alles, was sich in Bild „übersetzen“ lässt, festzuhalten und schnell wiederzufinden. Durch seine Funktion als Social Media Plattform (mit Inhalten, die von den Nutzern generiert werden) und die Möglichkeit, als Nutzer seinen eigenen Content-Feed zu bestimmen (dadurch, dass man bestimmten Nutzern oder bestimmten Pinnwänden folgt), kann das Tool auch einen gezielten Kompetenzaufbau begleiten.

Da es in meinem beruflichen Kontext (Projektleitung von Learning & Development Projekten) stark darauf ankommt, Konzepte, Ideen, Botschaften und Lerninhalte transparent, aber auch ansprechend visuell darzustellen, bilde ich mich mit Pinterest insbesondere in Sachen Visualisierung weiter. Dafür nutze ich das Tool in folgender Art und Weise:

1.) Pinterest als Quelle der Inspiration

Immer, wenn ich mich in meinen Account einlogge, erwarten mich auf der personalisierten Startseite neue Beiträge (sg. Pins) von Nutzern/Pinnwänden, die ich abonniert habe. Nur sehr selten kommt es vor, dass ich keinen Beitrag finde, aus dem ich nicht eine nützliche Idee für die Visualisierung eigener Inhalte ableiten kann. Als Quelle der Inspiration fungiert Pinterest auch deshalb, weil es – ähnlich wie Twitter und andere Social Media – den sg. Serendipitätseffekt unterstützt – durch „glücklichen Zufall“ entdeckt man etwas, was für einen relevant und interessant ist, ohne danach gesucht zu haben.

2.) Pinterest als Content Management System

Das Abspeichern, Kommentieren und Wiederfinden interessanter Pins ist mit Pinterest kinderleicht, egal ob man bereits existierende Pins „weiterpinnen“ möchte oder einen eigenen Pin hoch lädt. Die einzige Voraussetzung für eine strukturierte Ablage ist ein nach (eigenen) Kategorien sortiertes Pinnwandsystem.

Übrigens: für Ideen, die man nicht mit dem Rest der Welt teilen möchte, kann man auf Pinterest sg. geheime Pinnwände nutzen.

3.) Pinterest als Search-Engine

Werde ich bei der Suche nach einer Visualisierungsidee auf meiner eigenen Pinnwand nicht fündig, kann ich die gesamte Plattform nach bereits vorhandenen Pins durchsuchen. Entweder man sucht dann nach bestimmten Stichworten und gibt diese in das Suchfeld ein oder man nutzt die Option des erst neulich eingeführten Guided Search, in dem man thematisch „gelotst“ wird.

Neben diesen Funktionen, die ich am häufigsten nutze, birgt Pinterest noch weiteres Potenzial, das ich in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit nutzen werde: zum Beispiel kann man Pinnwände freigeben und zu einem bestimmten Thema „im Team“ pinnen, oder man nutzt die Pinnwände nicht als lose Sammlung von Daten, sondern erstellt mit einer Pinnwand einen visuell unterstützten „Leitfaden“ zu einem bestimmten Thema (dann müsste man nur darauf achten, Schritt 1 als letztes zu pinnen, wenn die Pinnwand nicht wachsen soll und die Chronologie eingehalten werden soll).

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass Pinterest mein Leben in vielerlei Hinsicht bereichert. Nicht nur habe ich wahnsinnig viel gelernt seit ich Pinterest aktiv nutze (ich merke vor allem eine deutliche Steigerung in meiner Kompetenz, Dinge visuell darzustellen oder darstellerisch „um die Ecke“ zu denken), sondern bin auch in regelmäßigem Kontakt mit Schönem, was mich persönlich sehr erfüllt.

Katerina Krejcarkova
schreibt für den perspektive3 Blog. Ihre Spezialgebiete sind Social Learning, Workplace Learning und Persönliches Wissensmanagement. Sie arbeitet seit 2011 für perspektive3.

Leserfrage

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Pinterest sammeln können? Was schätzen Sie an diesem Tool am meisten?

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